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Übung der Brandschutzeinheit
  Die diesjährige Übung der Brandschutz- einheit des Landkreises Barnim fand am 24.04.2010 in Groß Schönebeck statt.

Als Übungsszenario wurde ein Waldbrand im Biosphärenreservat Schorfheide angenommen. Das LF 16/12, besetzt mit Kameradinnen und Kameraden aus Hirschfelde und Werneuchen war als Bestandteil des 1. Zuges der Brandschutzeinheit Barnim an dieser Übung beteiligt.

Nachfolgend eine Pressemitteilung des Landkreises Barnim

Waldbrandübung: Feuerwehren des Landkreises üben den Ernstfall

Die Trockenheit der vergangenen Wochen lässt die Feuerwehren jeden Tag mit dem Schlimmsten rechnen – dem Entstehen großflächiger Waldbrände. Um bestmöglich auf die Waldbrandbekämpfung vorbereitet zu sein, hat das Sachgebiet Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung Barnim im Zusammenwirken mit dem Landesbetrieb Forst, Betriebsteil Eberswalde, am Sonnabend, 24. April 2010 die jährliche Waldbrandübung durchgeführt.

Im vergangenen Jahr gab es nach Information des Landesbetriebes Forst 26 registrierte Waldbrände mit einer insgesamt betroffenen Fläche von 6,4 Hektar. An insgesamt 94 Tagen im Jahr 2009 waren Waldbrandwarnstufen ausgerufen, davon an 37 Tagen die Stufe 1, an 22 Tagen die Stufe 2, an 13 Tagen Stufe 3 und an 22 Tagen die höchste Stufe 4.

So sah das Übungsszenario aus: Auf Grund der Trockenheit ist in der Schorfheide ein Flächenbrand ausgebrochen. Auffrischender Wind mit Richtungswechsel hat die Flammen noch weiter vorangetrieben.

Geübt wurde mit den Kräften der Brandschutzeinheit, bestehend aus den Fahrzeugen des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren im Landkreis, in der nördlichen Schorfheide – in einer Gegend, in der die Bereitstellung von Löschwasser eine Herausforderung für die Einsatzkräfte darstellt, da es dort keine Tiefbrunnen und nur wenige zugängliche offene Wasserentnahmestellen gibt.

Die Mitarbeiter der Forst entzündeten ein Feuer, das sich gemäß Übungsszenario wegen der Trockenheit schnell entwickelte und in der Waldbrandmeldezentrale des Landesbetriebs Forst in Groß Schönebeck durch das kameragestützte Waldbrandüberwachungssystem sehr schnell erkannt wurde. Überdies haben auch zwei aufmerksame Bürger das Feuer bemerkt und die Regionalleitstelle NordOst alarmiert, berichteten die Brandschützer dankbar.

8.46 Uhr: Nach dem Eingang der Meldung in der Leitstelle setzten sich die insgesamt 159 Einsatzkräfte der Brandschutzeinheit unverzüglich zum Übungsraum in Bewegung.

„Mit dieser Übung wollen wir mögliche Schwachstellen in der Führungs- und Kommunikationsstruktur ermitteln und beheben, damit im Fall eines realen Einsatzes der Brandschutzeinheit schnell und koordiniert gehandelt werden kann“, sagte Kreisbrandmeister Silvio Salvat-Berg.

Nur kurze Zeit nach der Alarmierung übernimmt der Führer der Brandschutzeinheit, an diesem Tag der stellvertretende Kreisbrandmeister Jens Krüger, die Einsatzleitung von Jürgen Bohm, dem zuständigen Ortswehrführer. Er teilt Einsatzabschnitte ein und koordiniert die Aufgaben der Brandbekämpfung und der Löschwasserbereitstellung. Hierzu werden auch ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen gebildet und Schlauchleitungen über lange Wegestrecken eingerichtet. Für die lange Wegestrecke über 1,5 Kilometer wurden insgesamt 150 B-Schläuche in der Schorfheide verlegt – und nach der Meldung „Feuer aus“ um 11.15 Uhr wieder zusammen geräumt. Weiterhin waren 18 C-Rohre im Einsatz.

Sachgebietsleiterin Katja Haak war im Anschluss an die Übung zufrieden. „Die Übung war ein Erfolg. Die Brandschutzeinheit ist in ihrer Struktur gefestigt und einsatzbereit. Die Zusammenarbeit der Führungskräfte funktioniert sehr gut, die Kameradinnen und Kameraden haben diesen Einsatz engagiert und professionell abgearbeitet“, resümierte Haak.

Nachdem die Feuerwehren ihren Bestand an Einsatzschläuchen bei den Mitarbeitern des Feuerwehrtechnischen Zentrums wieder auffüllen konnten, kam zum Abschluss der Waldbrandübung die Sondereinsatzgruppe Verpflegung, bestehend aus Helfern der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Niederbarnim, zum Einsatz. Die Einsatzkräfte stärkten sich mit Getränken und einem deftigen Kesselgulasch und stellten so ihre persönliche Einsatzbereitschaft wieder her.

Der Einsatzleiter und stellvertretende Kreisbrandmeister Jens Krüger und der Übungsleiter Kreisbrandmeister Silvio Salvat-Berg dankten allen Einsatz- und Unterstützungskräften dieser Waldbrandübung für ihren engagierten Einsatz.

Die Auswertung der Übung findet gemeinsam mit den Führungskräften der Brandschutzeinheit in den kommenden Wochen statt.

Fotos: Katja Haak

Foto 2: Einweisung der Einsatzkräfte durch den Zugführer 1. Zug, Kamerad Robert Berger

Foto 3: Aufbau einer Riegelstellung

gez. Marianne Schlestein

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

 
Letzte Aktualisierung

04.09.2010

Einsatz: VU am 04.09.2010

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Waldbrandwarnstufe
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